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Am Ende mit der Kraft

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Foto: Tierheim Uelzen

Tierheime und -schutzvereine brauchen dringend Hilfe!

Die Lage in Tierheimen und Vereinen hat sich deutschlandweit über die vergangenen Jahre zugespitzt. Es wird schon immer, zumeist ehrenamtlich, am Limit gearbeitet, aber jetzt sind die Grenzen des Machbaren überschritten.
Das spüren auch Uelzener Tierschützer. „Es fehlt an nachhaltigen Konzepten und die hohe Bürokratie macht es oft unmöglich, adäquat und zielgerichtet zu agieren“, so Biggi Frels, zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Uelzen und Umgebung e.V.
Das Tierheim, geleitet durch den Verein, steht bei der Stadt unter Vertrag und kümmert sich um Fundtiere aus dem Landkreis Uelzen. Für diese Leistung fließen Gelder, doch diese decken nicht im Ansatz die Kosten. Auch Tiere, die vom Veterinäramt eingezogen werden, landen im Tierheim. Die Funktion des Tierheims ist nur durch Spenden aus der Bevölkerung und ehrenamtliche Arbeit aufrechtzuerhalten.
Besonders in den letzten zwei Jahren kam es selten vor, dass ein Zimmer, Zwinger oder Käfig im Tierheim leer stand. Die hilfsbedürftigen Tiere geben sich im Uelzener Tierheim die Klinke in die Pfote. Vermittlungsanfragen sind rar. Biggi Frels sieht die Wurzel des Problems an vielen Stellen. Sei es die leichtsinnige Anschaffung von Haustieren, das mangelnde Verantwortungsbewusstsein von Haltern oder der Fakt, dass der Berufsstand des Hundetrainers unreguliert ist. Obwohl in großen Teilen des Landkreises eine Kastrationspflicht für Katzen besteht, kommen die Ordnungsämter mit der Überprüfung dieser nicht nach. „Auch wenn wir als ehrenamtliche Tierschützer alle Vorarbeiten leisten, fehlt der ausführenden Gewalt, dem Ordnungsamt, oft die Manpower. Geltendes Gesetz kann nicht durchgesetzt werden.“ Das sorgt für Frust und Enttäuschung bei denen, die am Ende ihrer Kräfte sind und sich dennoch täglich der emotional aufwühlenden Arbeit stellen. Frels sagt: „Auf lange Sicht kostet dieses Versäumnis die Kommunen bares Geld. Das sind Gelder, die wir alle an anderer Stelle besser gebrauchen könnten.“
Wie überall gibt es im Kreis Uelzen ein Problem mit Hunde- und Katzenhandel. Ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Tiere werden Welpen gezüchtet, dann günstig und schnell an willige Käufer abgegeben. „Das Leid, das hinter dieser Art von Zucht steht, ist bodenlos. Und das passiert genau vor unseren Haustüren, hier im Landkreis“, so Frels.
Der lautstarke Hilferuf der Uelzener Tierschützer geht raus an die Bevölkerung und auch an die lokalen Politiker aller Parteien. Es muss sich etwas verändern, sonst ist in Kürze die Funktion des Tierheims nicht mehr zu gewährleisten.[Natalie Engel]

Unterstützen Sie die Tierheime und Tierschutzvereine indem Sie diese Petition unterschreiben: https://innn.it/brandbrieftierschutz

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