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Wohnen und Leben in Molzen

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Ländlicher Charme mit Neubaugebiet

Mit Macht rauscht das Wasser durch das schmale Wehr der ehemaligen Wassermühle, nur wenige hundert Meter entfernt sind Kraniche auf der Nahrungssuche auf einem Stoppelfeld unterwegs und haben einen schönen Blick aufs Dorf, das von der Kirchturmspitze überragt wird. Nur wenige Kilometer östlich der Hansestadt Uelzen liegt Molzen umgeben von Feldern, Wiesen und Wäldern. Die Wipperau sucht sich ihren Weg durch die Mühle und die Wiesen, auf denen Kühe und Pferde grasen. Ländliche Idylle in einem lebenswerten Dorf, das gemeinsam mit Masendorf und Riestedt seit 50 Jahren eine politische Gemeinde bildet.

Die Wipperau sucht sich ihren Weg durch die Wiesen. Foto: Dirk Marwede

Rund 900 Einwohner zählt der Ort, das 1972 zur Stadt Uelzen eingemeindet wurde, heute. Das Rittergut und zahlreiche imposante Bauernhäuser bilden den Kern des alten Dorfes. In deren Mittelpunkt steht die Marienkirche, von deren Vorgängerbau es keine Bilder, aber Aufzeichnungen gibt. Immer wieder war das Gebäude baufällig, wie Akten aus den Jahren 1620 und 1746 belegen. 1771 musste der Kirchturm abgerissen werden, entstand 1772/73 aber bereits wieder neu. 1845 aber weigerte sich der zuständige Pastor, weiterhin Gottesdienste in der maroden Kirche zu halten. Er konnte sich mit seinem Wunsch, eine neue Kirche zu bauen, durchsetzen und so konnte 1852 der vom Architekten Hellner entworfene Bau eingeweiht werden. Zwei Besonderheiten prägen das Innere der Kirche: der einzige Taufengel im Landkreis Uelzen sowie die Glocke von 1510, die alle Kriege und Notzeiten überstanden hat.

Unweit der Kirche, an der Molzener Schulstraße, befindet sich der kirchliche Friedhof mit seiner großen Kapelle.
Am Ortseingang steht die Kirche der selbst.-evangelisch-lutherischen Christusgemeinde Molzen, die in den letzten Monaten ein neues Gemeindehaus erhalten hat.
Die kleine Grundschule des Dorfes liegt schräg gegenüber in einer Sackgasse. Hier lernen die ABC-Schützen aus Molzen und Umgebung lesen, rechnen und schreiben. Austoben können sie sich in den Pausen auf dem danebenliegenden Spielplatz, der mit vielen Spielgeräten aufwarten kann.

 

Das Kriegerdenkmal steht direkt neben dem Spritzenhaus. Foto: Dirk Marwede

Dass Molzen als Wohnort beliebt ist, zeigt die Nachfrage nach Bauplätzen im Neubaugebiet Am Kirchplatz. Elf neue Häuser sollen dort demnächst entstehen. Der Ortsrat hätte es gern gesehen, wenn die Bauplätze nach dem sogenannten Einheimischen-Modell vergeben worden wären. Dann wären die Flächen bevorzugt an Bauwillige aus Molzen, Masendorf und Riestedt vergeben worden. Doch das ließ das Recht nicht zu und so musste hier das Losverfahren greifen. Das Neubaugebiet liegt in schöner Ortsrandlage und ist entsprechend gefragt.

 

Auf dem Spielplatz haben die Kinder ihren Spaß. Foto: Dirk Marwede

Die Landwirtschaft spielt in Molzen, das 1240 das erste Mal urkundlich erwähnt wird, noch immer eine Rolle, aber es haben sich auch einige kleine Firmen angesiedelt.
Das gesellschaftliche Leben wird unter anderem vom Bürgerverein Masendorf, Molzen, Riestedt bestimmt. Der hat in diesem Jahr zum Frühjahrsputz, Bürgerfrühstück, Dorfflohmarkt, Ernte- und Weinfest eingeladen und so zum Miteinander beigetragen.

Viele spannende Partien haben die Zuschauer in den vergangenen Jahren schon auf dem Sportplatz des SV Molzen miterlebt. 1930 ins Leben gerufen kann der Sportverein auf eine wechselvolle Geschichte zurückgreifen. Heute treten vier Teams des SV Molzen an, wobei sich die drei Jugendmannschaften mit anderen Vereinen zu Spielgemeinschaften zusammengeschlossen haben. Die 1934 gegründete Freiwillige Feuerwehr Molzen zählt knapp 60 aktive Mitglieder und ist damit bei Einsätzen gut aufgestellt. Die Seniorengruppe und die fördernden Mitglieder stärken die Wehr, deren Gerätehaus sich in der Ortsmitte befindet.
[Dirk Marwede]

Initia Medien und Verlag UG

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