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Kräuterporträt: Die Nachtkerze

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Wenn die Sonne am Horizont verschwindet und die Dämmerung einsetzt, erwacht die Nachtkerze zum Leben. Die Nachtkerze, ein Sommerstern, erblüht, wenn die Welt schlafen geht. Ihr Erblühen nach Einbruch der Dunkelheit ist ein wahres Naturphänomen, ebenso wie das Öffnen ihrer Blüten innerhalb von sehr kurzer Zeit. So zeigt uns die Pflanze, welche Dynamik und Kraft in ihr steckt. Sie beschleunigt ihren Stoffwechsel dermaßen, dass man ihr regelrecht beim Aufblühen zusehen kann. Die wunderschönen, großen gelben Blüten der Nachtkerze lassen ihre gesamte Umgebung mitstrahlen und leuchten regelrecht in der Dunkelheit, bis sie spätestens bis zum Mittag des nächsten Tages wieder verblüht sind.

Die Nachtkerze war ursprünglich nicht in unseren Gefilden beheimatet, erst im 17. Jahrhundert wurde sie neu entdeckt. Sie wurde vorerst als Zierpflanze nach Europa eingeführt. Die Pflanze passte sich hervorragend an die klimatischen Bedingungen Europas an und wilderte schnell in alle Himmelsrichtungen aus. Heute findet sie sich in ganz Europa und in vielen anderen Teilen dieser Erde.

Doch nicht nur als Heilmittel wird die Nachtkerze genutzt, sie wird ebenso als kräftiges Gemüse geschätzt.
Das Öl der Nachtkerze wirkt innerlich angewendet blutreinigend und krampflösend. Es hilft ebenso innerlich wie auch äußerlich gegen Neurodermitis, Ekzeme, Akne, Arthritis und Schäden in der Leber. Es kann zu hohem Blutdruck entgegensteuern und den Cholesterinspiegel senken. Das Öl kann in Apotheken, Bioläden und Reformhäusern erworben werden.

[Katja Briegert]

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