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„Wir sind die Brandmauer! – Europa nicht den Rechtsextremen überlassen“

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Unter diesem Motto fand heute von 11.55 bis 12.44 Uhr die vierte Demo vom Uelzener Bündnis für Demokratie und Toleranz statt. Mit über 250 Teilnehmer:innen wurde auf dem Herzogenplatz wieder ein Zeichen für eine lebendige Demokratie gesetzt. Es sprachen Celine Becker von der Grünen Jugend, Hanna-Marie Gensler von den JUSOS, Heiner Scholing für den Präventionsrat, Volker Krause (Geschäftsführer der Bohlsener Mühle), ein klares Statement für Demokratie, Menschenfreundlichkeit und ein offenes, vielseitiges Europa.

Celine am Rednerpult – Foto: Grüne Jugend

Den Beitrag von Celine dürfen wir mit ihrer Erlaubnis abdrucken, vielen Dank dafür, er hat mich und viele Teilnehmende sehr berührt:

„Mir fällt es manchmal sehr schwer, all meine Gedanken uns Emotionen zu Themen Rechtsextremismus, Demokratiegefährdung und und unsere Gesellschaft zu ordnen.
Darum habe ich ein Gedicht geschrieben, was mein Weg ist, um das alles ein bisschen besser in Form zu bringen.

Ich will eins klarstellen
Ich sehe, dass du Angst hast
Vor der Zukunft, wenn sie sagen,
Dass du selber in der Hand hast,
Wie du rumkommst

Ich sehe deine Zweifel
Unter uns, die hab ich auch 

Und ich sehe diese Zeichen
Dass es endlich Handlung braucht
Und ich glaub, wir sind damit
Gar nicht so alleine

Ich hatte neulich einen Traum
Da waren alle Menschen gleich
Viel wert
Keine Grenzen mehr im Raum
Chancen waren für alle fair

Die Menschen hatten eine Stimme
Und sie war lauter als Profitstreben
Niemand hatte mehr im Sinne
Man müsste mit dem Unrecht leben
Und Deutschlands Grenzen waren offen
Das Mittelmeer kein Massengrab
Und alle die auf Frieden hofften
Bekamen ihn am nächsten Tag

Und ich hab geträumt, dass Opa niemals wieder
Angst hat vor dem nächsten Krieg
haben braucht, dann wach ich auf
Und sehe wie
Die Menschheit schon in Ketten liegt

Und sie schreien
Klimaschutz muss Grenzen haben
Deutsche müssen Wohlstand wahren
Niemand kann doch wohl ertragen
Dass sie nehmen was uns gehört

Dem Streiktecht geht es an den Kragen
Wenn sie nicht im Gleichschritt traben

Und wenn an den Grenzen Scharen
von schutzlosen Menschen
Im Gefängnis verharren
Sollte man doch schon erwarten
Dass sie dankbar ja und Amen sagen
Wenn sie grade
Noch nicht starben

Und weil ich das alles gerade
Nur so semi gut ertrage
Schließ ich meine Augen
Und träume wieder

Von dir,
Wie du nachdenkst
Und auf dem Wahlzettel etwas mehr links abbiegst
Wie du anfängst
Zu glauben,
Dass es vielleicht gar nicht schlecht wär,
Wenn das Kreuz auf dem Zettel nicht der letzte Rest wär
Sondern, wenn du für sie und für dich und die Demokratie,
Noch ein bisschen mehr gibst

Und ja,
Ich träume auch von der einfachen Antwort
Aber nicht davon dass dein Geburtsort
Entscheidet welchen Wert du hast
Ich träume auch von weniger Ängsten
Aber nicht von harten Grenzen
Nicht von Abschottungstendenzen
Mit unmenschlichen Konsequenzen
Sondern davon das Macht
Nicht missbraucht wird
Davon dass nicht nur du in meinem Traum bist
Sondern davon, dass es laut wird gegen Unrecht
Davon dass es laut bleibt für die,
Die sich Schlecht
Wehren können
Noch schlechter als wir
Lass das was den Keil treibt zwischen
Mich, dich, die und wir
Doch nicht einfach erstarken
Lass uns nicht vertagen
Was wir heute schon sagen können
Lass uns das, was wir haben
Nämlich unsere Stimmen
Benutzen
Lass sie stutzen

Davon träum ich
Und ich scheu mich
Nicht mehr jetzt die Augen zu öffnen
Und die Träume Realität werden zu lassen
Machst du mit?“

JA! Uelzen, 25.05.2024

Initia Medien und Verlag UG

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