Eine Künstlergruppe – unterschiedliche Stile

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Foto: farbdAdA

„Doch größer‘n Ruhm wird der verdienen, der Farben kauft, und malt mit ihnen.“

So schrieb es Wilhelm Busch in seinem „Maler Kleksel“. Doch mit dem Ruhm ist das so eine Sache, der ist vergänglich. Aber Farben kaufen, und damit malen, das hat Bestand. So sehen es auch 

Christine Grüntjens, Tamana Rabani, Gudrun Witte und Rüdiger Schwarz aus der Künstlergruppe „farbdAdA. In unterschiedlichen Auffassungen zeigen die vier ihre Werke in einer Ausstellung im Langhaus in Oldenstadt. Da ist Christine Grüntjens. Schon als Kind verspürt sie die Sehnsucht zu malen. Mit 14 Jahren beginnt sie dann mit der Ölmalerei. Freunde unterstützen sie dabei, indem sie ihr Ölfarben schenken. Später probiert sie verschiedene Acryltechniken sowie die Pastellmalerei aus. Zur Zeit malt sie hauptsächlich Aquarelle. Zu den Motiven gehören Landschaften, Wasser und vor allem die Welt der Vögel. Diese kleinen, aber auch etwas größeren, schutzbedürftigen Kreaturen haben es ihr angetan.

Und da ist dann Gudrun Witte. Sie sagt: „Farben bringen Freude ins Leben und in die Seele der Menschen. Sie stimmen optimistisch, aber rufen auch Spannungen hervor, können Herausforderung sein.“ Bei ihrem künstlerischen Schaffen bevorzugt sie Acrylfarben, die sie je nach deren Eigenschaften und ihrem Empfinden mit Kreide, Sand, Kaffeesatz oder auch Asche mischt. Aufgetragen wird es in mehreren Schichten auf unterschiedlichen Malgründen. Ihr Anliegen ist es, die Betrachter mitzunehmen in diese Mischung aus Farbe und Material und den abstrakten Werken Titel zu geben. Mehr als zwanzig Jahre hat sie als Lehrerin Kunst unterrichtet, aber auch Kinder in Mal- und Kreativkursen an dieses Metier herangeführt.

Dann ist Tamana Rabani dabei. 2015 kam sie aus Afghanistan nach Uelzen. Doch schon dort hatte sie, zusammen mit anderen, in einer Moschee gemalt und gezeichnet. Unterstützung bekam sie dabei auch von ihrer Familie. Der Umgang mit Farben, Kreativität und der Kontakt zu anderen, künstlerisch tätigen Menschen trugen dazu bei, ihren neuen Lebensraum sinnvoll zu gestalten. Die Bilder, teils in kontrastreichen Farbzusammenstellungen, andere wieder verhalten dargestellt, laden ein zu Fragen und eigener Deutung.  

Der „Vierte im Bunde“ ist Rüdiger Schwarz. Seine Schwäche, vielleicht aber auch Stärke, ist das Festhalten an dem, was schon immer mehr oder auch weniger geklappt hat. Bei Oel oder Acryl fühlt er sich zu Hause.

Seine Sichtweise: die Vielfalt einer norddeutschen Landschaft, die Nähe zu Natur und Wild laden ein zum Sehen und Erleben, ja zum Staunen. Und die Jagd war es, die ihn zur Malerei brachte, Tier und Landschaft gehören für ihn zusammen. In seinen Bildern will er das zum Ausdruck bringen.

Für Besucher stehen die Türen am Langhaus zu folgenden Zeiten weit offen.

Freitag 27.3. von 15.00 – 18.00 Uhr sowie Samstag/Sonntag 28./29.3. von 11.00 – 18.00 Uhr. 

Und auch Freitag 03.04. von 11.00 – 18.00 Uhr sowie Sonntag/Montag 05./06.04. von 11.00 –18.00 Uhr 

[Rüdiger Schwarz]