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Frauen & Wirtschaft

Hanne Lene Elbers – Elbers Hof

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„Die Hofnachfolgerin“

Dass Töchter die Hofnachfolge antreten, ist doch eher selten, oder? Welche Stärken braucht man als Chefin eines großen landwirtschaftlichen Betriebs? Und wünschen Sie sich mehr weibliche Kolleginnen?
Ich stehe in engem Austausch mit anderen jungen Landwirt:innen. Dabei fällt mir auf, dass es allgemein zu wenig Nachfolger:innen sind, egal ob weiblich oder männlich. Wichtige Stärken: Motivation, Humor, Durchhaltevermögen, Einfühlungsvermögen und Agilität. Ich wünsche mir allgemein mehr Menschen in der Landwirtschaft. Andernfalls verlieren wir nach und nach die kleinbäuerlichen Strukturen unseres Landes.

Welche Zukunftspläne haben Sie für den Elbers Hof?
Oberste Priorität hat die Nachhaltigkeit und das Gemeinwohl, denn die werteorientierte Arbeit ist unsere Zukunft. Die Vielseitigkeit des Hofes möchte ich unbedingt weiterführen. Dazu gehört den Gemüseanbau weiter voranzubringen und mehr maschinelle Abläufe zu integrieren. Ich bin dankbar für die guten Fußstapfen, in die ich treten darf und freue mich auf eine wertvolle Arbeit zusammen mit meiner Familie und unserem Team.

Wie fördern Sie die Chancengleichheit Ihrer Mitarbeiter:innen?
Auf unserem Hof bin ich in eine sehr ausgeglichene Struktur hineingewachsen. Es gab schon mein Leben lang viele Frauen in unserem Büro, der Landwirtschaft, als Fahrerin oder auch in der Kommissionierung. Alle meine Mitarbeiter:innen fördere ich im Rahmen der individuellen Möglichkeiten (Seminare, Führerscheine, Befähigungen und vieles mehr).

Foto: Initia Medien & Verlag UG/ Nina Meyer

Initia Medien und Verlag UG