Das Ensemble „Aurea“ sang beim 2. St.-Marien-Sommerkonzert
Nein, die zahlreichen Zuhörer:innen beim 2. St.-Marien-Sommerkonzert waren am Ende nicht weggenickt, obgleich die Gäste des Vokalensembles „Aurea“ das „Sleep, sleep. Sleep“, von Eric Whitacre (1970) sangen. Nicht, dass die Gefahr während der 60 Konzertminuten akut bestand, aber ein klein bisschen mehr musikalische Abwechslung hätte dem Konzert gutgetan. Die acht Sängerinnen und Sänger, allesamt professionell stimmlich ausgebildet und mit einer Leidenschaft für diese kleine Form des Gesangs ausgestattet, feierten Premiere, sangen ihr Gründungskonzert, wie Antonia Strieder (Sopran) zur Begrüßung verriet. Neben ihr standen auf der Bühne: Antonia Schnaidt (Sopran), Stina Raupers, Michelle Baum (Alt), Clemens Liese, Pablo Carra (Tenor), Miguel Callejas und Simon Wittkowsky (Bass). Unter dem Namen „Aurea“, eine Wortschöpfung zwischen aurum = Gold und aureus = golden, versprachen sie lupenrein-glänzende Darbietungen.
Dass die Gruppe großes Potenzial besitzt, war jedoch zu erahnen. Mit einem Repertoire, das auch Fröhlichkeit und Ausgelassenheit zulässt, wäre das besser bewiesen worden. Denn eine imponierende Kondition bis zum letzten Seufzer nennen die jungen Sängerinnen und Sänger sehr wohl ihr Eigen. Und ein Mehr an Leichtigkeit unterstriche die Genauigkeit der Artikulation nur noch.
Am kommenden Samstag, 18. Juli 2026, spielen Annika Köllner-Will (Orgel) und Jana Barenschee (Flöte) unter dem vielsagenden, vielversprechenden Titel „Orgel plus“. 16.45 Uhr. St. Marien.
Barbara Kaiser – 13. Juli 2026